Ärgere Dich nicht!

Nicht ärgern lassen - eine humorvolle Anleitung

Lassen Sie sich nicht ärgern ...

 

... sondern machen Sie sich vorher Luft. Das gelingt Ihnen mit diesen humorvollen Ärgervermeidungsstrategien leichter, als Sie denken.

 

Es gibt viele kleine Dinge, über die man sich täglich ärgert. Die Nachbarin, die einem immer die Tür vor der Nase zuknallen lässt, die Kollegin, die ständig private Telefongespräche führt oder der Zeitungsbote, der die Zeitschrift auch bei Regen aus dem Briefkasten hängen lässt. Ein kleines Ärgernis kommt zum anderen wie der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Irgendwann reicht es und man merkt förmlich, dass man kurz vorm Platzen steht.

 

Lassen Sie es nicht erst zum Ärgsten kommen, denn damit schaden Sie Ihrer Gesundheit. Längst ist bewiesen, dass Menschen, die jeden Ärger herunterschlucken und dann am Ende doch explodieren, ungesund leben. Der Ärger schlägt nicht nur auf die Laune, sondern auch auf den Magen. Man verspannt und verkrampft sich und der Blutdruck steigt nach oben. Die gleiche körperliche Reaktion erzeugt man übrigens, wenn man selber seine Mitmenschen lautstark an einem Wutanfall teilhaben lässt.

 

Damit es gar nicht erst soweit kommt, ist es hilfreich, einige Verhaltensmaßregeln zu beachten.

 

Sammeln Sie den Ärger nicht erst an. Für die Anhäufung von Ärger bekommen Sie keine Bonuspunkte – also weg damit. Was immer Sie ärgert, bringen Sie es auf den Tisch – allerdings in angemessener Form. Vermeiden Sie es, die andere Person verbal zu attackieren. Wählen Sie stattdessen die Ich-Form und sagen Sie: „Ich ärgere mich, weil …“. So fühlt sich der andere nicht angegriffen und kann angemessen reagieren.

 

Maßregeln Sie Ihr Gegenüber auch nicht in Anwesenheit von anderen Personen. Niemand möchte vor anderen Menschen bloßgestellt werden und eine konstruktive Unterhaltung ist so schlicht und ergreifend unmöglich. Warten Sie lieber auf eine passende Gelegenheit, in der Sie ein Gespräch unter vier Augen führen können. Und falls Ihnen die richtigen Worte fehlen, überlegen Sie einfach, wie Sie selber in so einer Situation angesprochen werden wollen. Das dürfte Ihnen helfen, die richtigen Worte zu finden.

 

Wenn alle Versuche ein vernünftiges Gespräch zu führen fehlschlagen, dann sollten Sie allerdings zeigen, dass Sie sich manche Dinge nicht ohne weiteres gefallen lassen.

 

Ihr Partner lässt die Zahnpastatube grundsätzlich offen liegen? Erklären Sie ihm die Funktion des dazugehörigen Deckels und machen Sie ihm klar, dass eine Tube mit eingetrockneter Zahnpasta ein gutes Wurfgeschoss ist. Ihr Partner lässt seine Socken grundsätzlich überall dort liegen, wo sie nicht hingehören? Kaufen Sie sich einen Hochleistungsstaubsauger und saugen Sie gründlich alles auf, was auf dem Fußboden nichts zu suchen hat. Ihrem Partner erklären Sie, wo er neue Socken kaufen kann. Weil Männer grundsätzlich nicht gerne einkaufen gehen, wird er seine Socken demnächst wegräumen.

 

Schwierig ist es, wenn Sie in einem Beruf arbeiten, in dem Sie oft der Prellbock für anfallenden Kundenärger sind. Arbeiten Sie beispielsweise in der Störungsannahme eines Telefonanbieters, dann werden die Anrufer mit Ihnen in aller Regel nicht freundlich über das Wetter plaudern wollen, sondern sich ihrem Ärger deutlich Luft machen. Hier hilft es nur, wenn Sie sich in so einer Situation immer wieder klarmachen, dass Sie diesen Ärger nur stellvertretend entgegennehmen und nicht persönlich angesprochen sind. Deutliche Worte sind in dieser Situation nicht angebracht, es sei denn, Sie wollen hinterher auch noch ein wenig Ärger mit Ihrem Chef bekommen.

 

Sind Sie also gezwungen, sich dem berechtigten oder unberechtigten Ärger eines Gegenübers stellen zu müssen, dann hilft es erst einmal, wenn Sie einfach tief durchatmen und die Mundwinkel nach oben ziehen. Der Körper merkt es nicht, ob das Lächeln echt oder gespielt ist – folglich wird er ähnlich positiv reagieren, wie wenn Sie sich wirklich über etwas freuen. Anschließend machen Sie sich klar, dass sich Ihr Gegenüber mit seinem Wutanfall nur selber schadet, denn sein Blutdruck steigt gerade bedenklich nach oben. Und das ist doch eigentlich schon wieder fast ein Grund zum Lachen. Denn das ist ja bekanntlich gesund.